In der Gruppe weiterkommen
In meiner Praxis erwartet Sie ein geschützter Raum für Veränderung – mit Fokus auf Gruppentherapie, die verbindet, stärkt und nachhaltig wirkt.
Therapeutisches Selbstverständnis
Zusammen neue Wege gehen
Wenn Sie sich diese Seiten anschauen, suchen Sie wahrscheinlich für sich oder für einen nahen Angehörigen Hilfe – Hilfe bei der Bewältigung einer schwierigen Lebenssituation. Im Volksmund gibt es zahlreiche Zitate, die Krisen als Chance preisen – als eine gute Gelegenheit für Veränderungen und für neue Weichenstellungen. Das mag Menschen, die sich in einer akuten Krise befinden und nicht weiter wissen, zunächst wenig hilfreich erscheinen angesichts ihres Leidensdruckes. Es klingt dann eher plakativ, theoretisch-philosophisch, vielleicht auch „platt“ oder gar zynisch. Denn in einer Krise fehlt es oft an Kraft und Energie, genauso wie an Vorstellungskraft und Wissen, wie und in welche Richtung man sich ändern sollte. Die Schwierigkeit besteht darin, dass gerade in der Krise oft die Wahrnehmung verzerrt ist, dass man kaum „über den Tellerrand hinaus“ blicken kann und einem die Perspektive und auch Hoffnung fehlt, um sich Neues vorzustellen. Oder – um mit einem weiteren Zitat zu sprechen: „An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser“ (Charlie Chaplin) – und auch keine Gebrauchsanleitungen oder Verhaltensregeln.
Verhaltenstherapeuten sind überzeugt, dass jede und jeder von uns im Laufe unseres Lebens bestimmte Muster erlernt hat – teils bewusst, teils unbewusst. Diese bestimmen unser Verhalten, unser Denken und Fühlen. Viele dieser Muster sind hilfreich, sie haben uns geprägt und sie ließen uns zu der Persönlichkeit werden, die wir heute sind. Manche dieser Muster haben uns aber vielleicht auch in die Irre geführt und machen uns unglücklich. Oder sie waren früher einmal gut, helfen uns heute aber nicht mehr angesichts neuer, anderer Schwierigkeiten und Stressoren. Wir benötigen neue Verhaltensmuster, neue Einstellungen und Überzeugungen, neue Reaktionen zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen. In der Therapie geht es also zunächst um das Erkennen und Bewusstmachen meiner individuellen Muster. Und, sofern sich diese als unvorteilhaft herausstellen, geht es um das Verlernen solcher alten Muster und das Erlernen neuer Muster – quasi ein „Umlernen“.
Therapie bedeutet im verhaltenstherapeutischen Verständnis immer „Hilfe zur Selbsthilfe“. Im Laufe der Therapie möchte ich Sie zur Fachfrau bzw. zum Fachmann ihrer Probleme werden lassen und Sie auf einem Stück Weg begleiten, um die augenblicklichen Probleme selbst zu überwinden. Dieser Weg ist ein längerer Prozess. Und er wird mit Veränderungen verbunden sein, was zunächst immer auch innere Widerstände in uns weckt. Aber gerade der Leidensdruck Ihrer momentanen Krise schafft die Motivation, diese Hemmungen zu überwinden und sich zu neuen Ufern aufzumachen. Wann, wenn nicht jetzt, sollten Sie sich aufmachen und Ihr Leben verändern?
Dies ist mein Verständnis von Krise und den Chancen, die in ihr stecken können. Ich möchte Ihnen Mut machen, sich darauf einzulassen! Und ich biete Ihnen gerne meine Unterstützung für diesen Weg an. Gemeinsam können wir dann vielleicht die Perspektive verändern und am Ende dieses Prozesses dem folgenden Zitat zustimmen: „Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“ (Max Frisch)
Unverbindliche Kurzgruppe
4 Doppelstunden zum Einstieg:
Überbrückung von Wartezeit (auch bei späterer Therapie in einer anderen Praxis!);
Vermittlung der verhaltenstherapeutischen Grundlagen;
Kennenlernen von Gruppentherapie
Themenoffene Gruppentherapie
Wöchentliche Gruppentherapie in einer festen Gruppe, in der sich die Teilnehmenden reihum mit ihren Problemen, Konflikten und Themen persönlich einbringen und gemeinsam Lösungsmöglichkeiten erarbeiten und diskutieren
Gruppentherapie zu einem bestimmten therapeutischen Thema
Wöchentliche Gruppentherapie in einer festen Gruppe zu einem thematischen Schwerpunkt, der gemeinsam schrittweise erarbeitet und im Alltag individuell ausprobiert und angewandt wird
Meine Arbeitsweise
Wachsen in der Gruppe
Ich arbeite als selbständiger, niedergelassener Psychotherapeut im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) und behandele damit alle gesetzlich versicherten PatientInnen.
Ich biete ausschließlich Gruppentherapien an. Es handelt sich dabei um längerfristige, wöchentliche Gruppe mit einer festen Teilnehmerschaft, so dass Vertrauen entsteht und ein Gruppenzusammenhalt wächst. In akuten Krisenfällen können die Gruppensitzungen noch durch ein Einzelgespräch ergänzt werden.
Diese Therapieform hat sich in zahlreichen wissenschaftlichen Studien als ebenso erfolgreich und effektiv erwiesen wie Einzeltherapie. Das besondere Setting in der Gruppe bietet aber einige Vorteile, die Sie in Einzeltherapien nicht herstellen können. Bei Vorbehalten oder Zweifeln an einer Gruppenbehandlung empfehle ich Ihnen die weiteren Infos unter Gruppentherapie.
Zum unverbindlichen Kennenlernen der Gruppenarbeit sowie zur Vermittlung therapeutischer Grundlagen und zur Überbrückung von Wartezeiten (gerne auch bei anderen KollegInnen, z.B. bei Warten auf eine Einzeltherapie) biete ich regelmäßig eine spezielle Kurzgruppe von vier Doppelstunden an. Nähere Infos unter Schnuppern! Dieses Angebot wird nicht auf das spätere Therapiestunden-Kontingent angerechnet und darf auch parallel zu weiteren Sprechstunden- und Probatorikgesprächen in anderen Praxen durchgeführt werden!
PsychotherapeutIn – wer ist das?
Ich bin hier, um Sie zu unterstützen und mit Ihnen an Ihren Zielen zu arbeiten.
Mein offizieller Titel lautet „approbierter psychologischer Psychotherapeut in Verhaltenstherapie“ – hinter diesem sperrigen Titel verbergen sich die folgenden Ausbildungen und Qualifikationen: zunächst einmal absolviert man ein allgemeines Psychologie– (oder Arzt-) Studium an der Universität (zu meiner Zeit in Psychologie noch mit einem Diplom-Abschluss, inzwischen ist dies ein Master-Abschluss). Daran schließt sich eine mehrjährige, spezielle Ausbildung in Psychotherapie an, die sowohl theoretischen Unterricht als auch praktische Arbeit in Kliniken und in einer Lehrambulanz unter Supervision beinhaltet. Diese Ausbildung endet mit einer staatlichen Prüfung, nach deren erfolgreichem Bestehen man zum selbständigen Arbeiten als Psychotherapeut zugelassen ist (der sogenannten „Approbation“). Vier verschiedene Psychotherapieverfahren (meist „Schulen“ genannt) gelten derzeit als ausreichend wissenschaftlich überprüft und in ihrer Wirkung bestätigt, so dass ihre Ausbildung zur Approbation berechtigt. Eines davon ist die Verhaltenstherapie, für die ich mich entschieden habe.
Sie möchten noch mehr Infos darüber, was Psychotherapie ist, welche alternativen Verfahren es gibt und wie die Behandlung als PatientIn der gesetzlichen Kassen funktioniert? Unter folgendem Link erhalten Sie seriöse Informationen aus erster Hand von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), als Video oder Zum Nachlesen: https://www.kv-rlp.de/patienten/psychotherapie (letzte Aktualisierung Juni 2025; falls der Link Sie nicht weiterführt, gehen Sie bitte auf die Homepage der KV-Rheinland-Pfalz, dort zum Menü für Patienten und geben Sie dann bitte den Suchbegriff „Psychotherapie“ ein).
Auf den Seiten der KV finden Sie außerdem unter „Arztsuche“ alle von den gesetzlichen Krankenkassen zugelassenen PsychotherapeutInnen, nach Wohnorten gelistet. Diese Liste ist identisch mit dem Angebot der Hotline 116 117, welche ebenfalls von der KV betrieben wird (sowohl telefonisch als auch im Internet).
Meine Vita
Studium in Freiburg i.Br., danach Ausbildung zum Psychotherapeuten in Verhaltenstherapie an der GAP (Gesellschaft für Ausbildung in Psychotherapie) in Frankfurt a.M.
Insgesamt mehrjährige Tätigkeit als angestellter Psychotherapeut in der Klinik Hohemark in Oberursel (Abteilung Psychotherapie und Psychosomatik) sowie der salus-Klinik in Friedberg (Schwerpunkt Sucht).
Selbständige Tätigkeit in eigener Praxis, zunächst in Frankfurt a.M., seit 2016 in Rheinhessen.
Außerdem seit über 20 Jahren Dozent und Supervisor für verschiedene psychotherapeutische Ausbildungsinstitute.
Zusatzqualifikation als Traumatherapeut und Mitglied in der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT).
Jörg Stenzel
Psycholog. Psychotherapeut
(in Verhaltenstherapie)
Warum Gruppentherapie?
Die Vorstellung einer Behandlung in Gruppe schreckt zunächst viele PatientInnen ab. Manche können sich nur schwer vorstellen, vor anderen offen über Ihre Probleme zu sprechen. Oder sie erwarten, dass die Behandlung weniger hilft als eine Einzeltherapie, da man nicht die ungeteilte Aufmerksamkeit des Therapeuten hat. Natürlich ist Gruppentherapie nicht für jede Diagnose und für jede Person gleichermaßen geeignet. Aber zahlreiche Studien belegen, dass diese Therapieform grundsätzlich genauso wirksam und hilfreich sein kann wie eine Einzeltherapie. Und dies gilt für sehr viele verschiedene Diagnosen. Es handelt sich also keineswegs um eine „Behandlung zweiter Wahl“!
Vor der Aufnahme in eine Therapiegruppe findet immer eine ausführliche Sprechstunde von ca. zwei bis zweieinhalb Stunden statt sowie mindestens ein weiteres probatorisches Einzelgespräch, in dem wir miteinander klären, ob für Sie und Ihre Problematik eine Gruppenbehandlung infrage kommt und ob Sie sich mit mir als Therapeuten „wohlfühlen“. Denn Psychotherapie ist eine Vertrauenssache – es sollte „die Chemie stimmen“, bevor wir uns auf einen längeren Prozess der gemeinsamen Arbeit einlassen. Deshalb gibt Ihnen Ihre Krankenkasse auch die Möglichkeit, solche Sprechstundengespräche und probatorischen Gespräche mit verschiedenen KollegInnen zu führen, bevor Sie sich für eine Therapieform und eine bestimmte Person entscheiden und den Therapieantrag stellen.
Wie läuft eine Gruppentherapie ab und was spricht für die Behandlung in der Gruppe?
Zunächst einmal ist es mir wichtig, Ihnen zu versichern, dass Sie zu keinem Zeitpunkt in der Therapie zu irgendetwas vor den anderen gezwungen werden: was Sie sagen und wieweit Sie sich selbst einbringen und öffnen, ist Ihnen überlassen – es gibt keinen „Seelen-Striptease“ und es wird auch nicht übereinander gelacht! Jeder Teilnehmende in der Gruppe ist ähnlich betroffen, jede und jeder hat ebenfalls ein ernsthaftes Problem, eine Diagnose und Leidensdruck. Es sitzen also alle „in einem Boot“. Sie werden sehen, dass auf diese Weise rasch ein Gefühl des Vertrauens untereinander und der Zugehörigkeit zur Gruppe wächst. Und selbstverständlich gilt für alle die Schweigepflicht nach außen!
Eine wichtige Wirkweise von Gruppe ist, dass Sie die Erfahrung machen können, von den anderen akzeptiert zu werden – gerade auch mit all Ihren persönlichen Problemen und Schwächen. Die anderen Gruppenmitglieder werden Sie verstehen, sich in Sie hineinversetzen und zu helfen versuchen. Und Sie selbst werden ebenfalls den anderen weiterhelfen und diese unterstützen – ein wichtiges und gutes Gefühl, auch für Ihren eigenen Selbstwert!
Außerdem sind die Gruppenmitglieder untereinander Vorbild und Modell bei der Lösung von Problemen – jede und jeder hat zwar seine ganz individuelle Geschichte und Problematik, doch es gibt untereinander auch Ähnlichkeiten und Parallelen. Sie können voneinander und miteinander lernen – auch, wenn gerade jemand anders mit seiner Thematik im Mittelpunkt steht.
In der Gruppe fällt es auch viel leichter, die Perspektive zu wechseln, sich aus dem immer gleichen Kreisen um sich selbst und um die eigenen Probleme zu lösen. Beim Einnehmen anderer Perspektiven gelingt Ihnen auch eine Distanzierung von den eigenen Themen. Und jede und jeder von uns hat zahlreiche Rollen inne, aus deren Perspektive wir Rückmeldung geben können: sei es als Vater oder Sohn, als Mutter oder Tochter, sei es als Partner oder Partnerin, usw. Diese unterschiedlichen Perspektiven weiten den Blick auf Probleme und helfen, aus neuen Blickwinkeln auch neue Lösungsansätze zu finden. Jede und jeder von uns hat seine ganz eigene Biografie und bringt sich mit ganz eigenen Lebenserfahrungen ein.
Ein weiterer wichtiger Wirkfaktor in der Gruppe besteht in der Stärkung des Selbstwertgefühles. Sie lernen „live“ und ganz praktisch, sich selbst und Ihre Themen wichtig zu nehmen und für sich und Ihre Bedürfnisse vor Mitmenschen einzutreten! Dabei geschieht dieses Übungsfeld in einem „sicheren Raum“, hier dürfen Sie sich ausprobieren und auch ungestraft Fehler machen und Masken fallen lassen. Auch „Nein-Sagen“, das Üben von Kritik oder das (angemessene) Aushandeln von Konflikten können in der Gruppe trainiert werden. Sie üben an der Gruppe und mit der Gruppe, sich selbst wichtig zu nehmen, sich zu öffnen und für sich selbst Platz einzunehmen. Sie selbst, Ihre Themen und Ihre Meinungen zählen! Dies tatsächlich zu erfahren ist viel mehr wert, als es nur theoretisch zu lernen und zu wissen! Außerdem erhalten Sie (im geschützten Raum) ehrliche Rückmeldungen, wie Sie und Ihr Verhalten auf andere wirken, was gut ankommt und was vielleicht noch verbessert werden könnte.
Ein letztes Argument für eine Gruppentherapie ist die meist deutlich kürzere Wartezeit für einen Behandlungsplatz verglichen mit der Einzeltherapie.
Das Abstinenzgebot
Das Abstinenzgebot ist ein ethisches Prinzip in der Psychotherapie, um die professionelle Distanz zwischen TherapeutIn und PatientIn zu wahren. Es ist in der Berufsordnung verankert und Verstöße dagegen können berufsrechtliche Verfahren bis hin zum Entzug der Approbation nach sich ziehen. Gerade im ländlichen Raum kann es aufgrund der kleineren Gemeinschaften und der größeren Nähe der Menschen zueinander manchmal schwierig sein, diese professionelle Distanz zu wahren. Dies gilt insbesondere, wenn Sie als PatientIn aus dem gleichen Ort wie ich stammen. Ich möchte Sie mit diesem Abschnitt über das Abstinenzgebot und seine Bedeutung aufklären. Dies soll Ihnen auch bei der Entscheidung helfen, ob es bei einer möglichen Behandlung von Ihnen durch mich zu Verletzungen des Abstinenzgebotes kommen könnte und ob Sie sich deshalb eventuell besser um einen Therapieplatz bei KollegInnen bemühen sollten.
Damit eine Therapie helfen kann, sollten Sie offen und vertrauensvoll über alles sprechen können – gerade auch über Schambehaftetes, Peinliches, Fehler oder Defizite. Das geht nur, wenn Sie darauf vertrauen können, dass ich dieses Vertrauen nicht ausnutze.
Außerdem gehört zu dieser professionellen Beziehung, dass wir uns ganz auf Sie und Ihre Therapie konzentrieren – über mich erfahren Sie also kaum etwas Privates! Das führt zu einem Ungleichgewicht an gegenseitigem Wissen. Und Sie sollen darauf vertrauen können, dass diese „Macht“ an Wissen über Sie bei mir in sicheren und besonders geschützten Händen liegt und ich diese niemals zu meinem Vorteil missbrauchen werde.
Besonders gravierend wäre der Missbrauch der ungleichen Rollen und Abhängigkeiten in einer Liebesbeziehung zwischen TherapeutIn und PatientIn. Ähnlich wie zwischen LehrerIn und SchülerIn ist eine solche Beziehung strikt verboten.
Das Abstinenzgebot soll Sie aber auch davor bewahren, dass die therapeutische Beziehung und Abhängigkeit vom Therapierenden ausgenutzt wird, um andere Vorteile, bspw. „Gefälligkeiten“ oder wirtschaftliche Vorteile zu erhalten (das könnte z.B. eine bevorzugte oder vergünstigte Handwerks- oder Dienstleistung durch PatientInnen oder deren Angehörige sein).
Ebenso sollten privaten Begegnungen und Beziehungen zwischen PatientInnen und TherapeutInnen vermieden werden – also private Einladungen zu Feiern, gemeinsame Besuche von Veranstaltungen oder gemeinsame Aktivitäten in der Freizeit, bspw. in Vereinen. Durch die Aufrechterhaltung dieser Distanz soll sichergestellt sein, dass die PatientInnen sich ganz auf ihre eigene Problematik und ihre therapeutischen Fortschritte konzentrieren können, ohne von zusätzlichen Beziehungen zum Therapierenden abgelenkt zu werden.
Im Vorfeld einer Therapie sollte daher (insbesondere im ländlichen Raum) gemeinsam abgewogen werden, ob es außerhalb des professionellen Rahmens der Therapie zu anderen gemeinsamen Beziehungen kommen könnte und – falls ja – ob diese (zu Ihrem Schutz!) ausreichend begrenzt oder vermieden werden können. In einem kleinen Ort wie Armsheim bleibt es nicht aus, dass man sich regelmäßig über den Weg läuft (was ja auch sehr schön ist!): Beim Bäcker, im Discounter, im Sportverein, beim Elternabend in Kita oder Schule, auf der Kerb, beim Weinfest oder sonstigen Veranstaltungen. Begegnungen und Beziehungen sind oft nicht vorhersehbar und nur schwierig zu vermeiden. Und dies gilt nicht nur für Sie selbst als PatientIn, sondern auch für Ihre Angehörigen! Stellen Sie sich vor, Ihr/e PartnerIn, Ihre Kinder oder Ihre Eltern wären mit mir als Ihrem Therapeuten im gleichen Verein: Diese müssten sich ständig fragen, was Sie mir wohl in der Therapie über Ihre Partnerschaftsprobleme, Ihre Eltern-Kind-Beziehung oder sonstige, bspw. unangenehme oder peinliche Dinge anvertraut haben und was ich jetzt alles über sie weiß… Ich bitte Sie daher, dass Sie selbst vor Therapieantritt prüfen, ob es zu derartigen Verwicklungen kommen könnte und ob es unter Umständen sinnvoller sein könnte, sich besser an andere KollegInnen zu wenden. Selbstverständlich bin ich auch gerne bereit, Ihnen in einem solchen Fall bei der (leider oftmals sehr schwierigen) Therapieplatzsuche bei KollegInnen behilflich zu sein!
Aber es lassen sich nicht alle Entwicklungen voraussehen und auch nach sorgfältiger Abwägung im Vorfeld kann es im Laufe der Behandlung passieren, dass die zuvor klar gezogenen Grenzen zwischen privater und professioneller Beziehung verwischen. Beispielsweise könnte es sein, dass unsere Kinder im Laufe einer bereits begonnenen Therapie plötzlich gemeinsam in die gleiche Schulklasse kommen, oder dass wir unabhängig voneinander uns zum gleichen Yogakurs angemeldet haben oder Sie (oder ein nahestehender Angehöriger von Ihnen) mit mir in ehrenamtlichen politischen Gremien aufeinandertreffen. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich als PatientIn des Abstinenzgebotes bewusst sind und dass Sie sensibilisiert sind für die Bedeutung des dahinterstehenden Zieles, Sie zu schützen. Lassen Sie uns in einem solchen Fall gemeinsam versuchen, derartige Situationen zu erkennen, zu klären und zu entschärfen. Hierzu möchte ich Ihnen bei Fragen oder Bedenken zur Verfügung stehen und einen gemeinsamen Umgang für denkbare Situationen mit Ihnen suchen. Im Zweifelsfall steht uns dafür auch das Juristische Referat der LandesPsychotherapeutenKammer Rheinland-Pfalz zur Verfügung.
So erreichen Sie mich
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2 Parkplätze vor Ort: Mühlstr. 26a, 55288 Armsheim
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Sie erreichen mich unter: 06734 2618650
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Für Anfragen schreiben Sie mir: mail[at]praxis-stenzel.de